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Aktuelle Erkundungen

Das Erkundungsteam sagt Danke!

  • E schinge Bonjour vom Poopst (Bericht von Michael Fischer)

    Waxweiler. Es ist eine Jahrhunderte alte und gewachsene Tradition im Bistum Trier, dass die Gläubigen aus den Westeifelorten Prüm und Waxweiler an den Pfingsttagen bis ins benachbarte Luxemburg wallfahren, um dort an der weltbekannten Echternacher Springprozession teilzunehmen. Und das zu Fuß in drei Etappen, rund 70 Kilometer. Auf dem Weg durch die West- und Südeifel wird gebetet, gesungen und auch das Gespräch untereinander kommt nicht zu kurz. Feste Rituale und eine perfekte Organisation geben der Wallfahrt ihre einzigartige Atmosphäre. Der ganze Körper kommt beim Beten zum Einsatz und bezeugt ein lebendiges Christsein mit Tiefendimension.

    Der Ursprung der Prozession liegt der Legende nach um 728 in Waxweiler. Dort soll der heilige Willibrord auf einer Missionsreise gepredigt haben. Da die Heiden jedoch lieber tanzten, statt seinen Worten zu lauschen, sei ihnen von Willibrord auferlegt worden, bis zur Buß in Echternach zu tanzen. So bezeugt es eine alte Sandsteintafel an der Pfarrkirche. Nach dem Verbot der Fußwallfahrt im 18. Jahrhundert erfolgte 1860 die Wiederbelebung ausgehend von Waxweiler. Die Prümer Teilnehmer gesellten sich ein Jahr später hinzu, was bedeutet, dass die Gläubigen der beiden Orte und darüber hinaus nun seit 158 Jahren gemeinsam zu Willibrords Grab nach Echternach wallfahren. Begleitet werden die Pilger von den sogenannten Brudermeistern, den Vorbetern.

    Seit einigen Jahren ist es auch zur Tradition geworden, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit noch stärker in den Blick genommen wird. Der Luxemburgische Erzbischof Jean-Claude Hollerich ist beim großen Empfang mit den Springergruppen und dem Musikverein „Lyra“ am Pfingstsonntagabend in Waxweiler mit dabei und begrüßt die insgesamt rund 500 Gläubigen in seiner Heimatsprache, dem Viandener Dialekt. Seine diesjährige Ansprache in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer begann Hollerich mit einem Gruß aus Rom. Er sei erst kürzlich beim Papst gewesen und erzählte ihm von den Pfingstfeierlichkeiten in Deutschland und Luxemburg. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche habe noch extra gesagt, er solle den Pilgern „e schinge Bonjour matbrengen“. Des Weiteren hob der Erzbischof hervor, dass es wichtig sei, Traditionen über die Grenzen hinaus weiter behalten zu können, vor allem in Zeiten, in denen der Nationalismus wieder großgeschrieben werde. Das sei Europa, an dem auch der heilige Willibrord mitgebaut habe.

    Neben den begrüßenden Worten von Pfarrer Georg Josef Müller dankte Brudermeister Alois Engel dem Erzbischof mit der Willibrordusmedaille, dem Ehrenzeichen für langjährige und treue Pilger, für seine nicht selbstverständliche alljährliche Präsenz beim Pilgerempfang in Waxweiler. An der zweiten und dritten Etappe des Pilgerweges beteiligte sich auch Roland Hinzmann vom Erkundungsteam des Bistums Trier, dem sogleich die Ehre zuteilwurde, eine große Pilgerfahne tragen zu dürfen.

    Weitere Informationen über die Fußwallfahrt und die Echternacher Springprozession sind auf der Homepage der Brudermeister (www.springprozession.com) oder des Erzbistums Luxemburg (www.cathol.lu) zu finden.

     

    Foto 1 (M. Fischer): Die alte Sandsteintafel an der Pfarrkirche Waxweiler

    Foto 2 (M. Fischer): Großer Pilgerempfang in Waxweiler am Pfingstsonntag

    Foto 3 (M. Fischer): Die Springergruppen mit der Pilgerfahne von 1958

    Foto 4 (M. Fischer): Erzbischof Hollerich und Pfarrer Müller beim Segnen

    Foto 5 (M. Fischer): Brudermeister Alois Engel spricht am Pilgerkreuz im Wahlbachtal

    Foto 6 (R. Hinzmann): Roland Hinzmann vom Erkundungsteam des Bistums Trier mit Fahne

  • Ortserkundung Biesdorf am 2. April 2019

    Genuss des eigenen Hauses - Ortserkundung in Biesdorf

    Als Erkundungsteam waren wir in den letzten Monaten viel unterwegs und bekamen viele gute Projekte und Orte, die von Menschen mit Begeisterung begleitet werden, nähergebracht. In dem Eifelort Biesdorf haben wir jetzt einen besonderen Ort kennengelernt, der zwar nach außen klein erscheint, aber viel Potential für die Pfarrei der Zukunft Neuerburg bieten kann. In diesem Dorf gibt es ein gut funktionierendes Gymnasium, das sehr daran interessiert ist, sich zu vernetzen. Neben diesem Wunsch, sind auch Räumlichkeiten und ein wunderbarer Kirchenraum auf dem Schulgeände vorhanden, die Neues entwickeln lassen können. Mit den Miterkunder/innen der Pfarrei der Zukunft Neuerburg haben wir uns das Gymnasium und den Ort Biesdorf mit fachkundiger Begleitung von Einheimischen angeschaut und gemeinsam überlegt, wie mit diesen Potentialen um gegangen werden kann. Im abschließenden Gespräch wurde uns noch einmal deutlich bescheinigt, dass solche Ortserkundungen und der gemeinsame Austausch nicht nur für die Einheimischen sinnvoll sind, sondern auch Ideen für die eigene Gemeinde Zuhause entwickelt werden können. Darüber hinaus kann sich eine Pfarrei der Zukunft besser kennenlernen und vernetzten, wenn wir uns gegenseitig einladen und in den Genuss des "eigenen Hauses" kommen dürfen.

  • Rendezvous LEBEN IM ALTER in der Eifel

    Am 20. Februar 2019 erlebten wir im DGH in Eschfeld viele engagierte Männer und Frauen, die sich informieren und darüber austauschen wollten, wie das LEBEN IM ALTER in der Eifel verbessert werden kann. Aus vielen unterschiedlichen Orten der neuen Pfarrei der Zukunft kamen sie. Experten und Expertinnen aus verschiedenen Institutionen mit guten Beispielen aus der Praxis gaben uns einen Einblick in die Lebenswelten älterer Menschen. Danach diskutierten wir im Worldcafe an unterschiedlichen Tischen mit verschiedenen Fragen zu Ideen und Anregungen zu dieser Lebenslage. Am Ende war sehr viel Motivation zu spüren, wie in Zukunft netzwerkartiges und sozialräumliches Handeln konkret aussieht.
    Danke Eschfeld für die Gastfreundschaft.

    Rendezvous „Leben im Alter“ am 20. Februar 2019 in Eschfeld

    Hier können Sie die Ergebnisse aus unserem Worldcafe nachlesen.

    Was zeichnet die Lebenswelten der Senioren in der Eifel aus? (Stärken / Schwächen)

    • Vereinsamung
    • Soziale Kontakte werden weniger
    • Mobile Versorgung ist gut (Lebensmittel)
    • Körperlich nicht mehr in der Lage das Haus + Grundstück zu bewirtschaften
    • Probleme werden lange verschwiegen
    • Neue soziale Kontakte
    • Fehlende Mobilität im Bezug auf Fahrdienste
    • dass Senioren sich lange nicht selbst als Senioren verstehen
    • Kirche fehlt – wo bist du?
    • Großes Haus / alleinlebend zu wenig Geld
    • Weite Wege, wenn Unterstützung gebraucht wird
    • Karten spielen
    • Gottesdienst nicht vor Ort
    • Kirche überlässt Initiative Ehrenamt
    •  Es fahren keine Busse
    • Bürgerbusse
    • Einkaufsmöglichkeiten weit weg
    • Kirche ist noch wichtig
    • Vereine sterben
    • Traditionen und Brauchtum
    • Nachbarschaftshilfe

    Welche Unterstützungsmöglichkeiten…

    wären noch hilfreich:

    • Ansprechpartner für Finanzen
    • Gemeinsamer Mittagstisch
    • Begegnungsmöglichkeiten
    • Kostenfreier ÖPNV
    • Grundversorgung aufwerten
    • Unterstützung Ehrenamt, auch finanziell
    • Für Mitglieder von kirchlichen Gremien
    • Gemeindeschwester Plus flächendeckend
    • Fördermittel für Projekte, die vor Ort nach Bedarf entstehen
    • SAPV – spezialisierte ambulante Palliativversorgung
    • Vernetzung, Kooperation, Zusammenarbeit
    • Geistliche Begleitung
    • Schlichtungsstelle
    • Mehr Personal
    • Mehr Mitspracherechte
    • Begleitung für Strukturumstellung
    • Langer Atem / Geduld

    …Gibt es bereits…

    • Bürgerbus
    • Tagespflege
    • Betreuungscafe
    • Seniorentreff
    • Besuchsdienste
    • Beratungsstellen
    • Seniorenfrühstück
    • Angebot des Altenheims
    • Seniorenbeiräte
    • Nachbarschaftshilfe
    • Familiäre Unterstützung

    In 10 Jahren erscheint eine Artikelserie zum Thema „älter werden in der Eifel“. Welche Schlagzeilen stellen sie sich vor?

    • Karnevalistische Messe
    • Bustransfer zu religiösen Angeboten
    • Dorftaxi
    • Treffen nach den Gottesdiensten + Seelsorger/innen
    • Seniorenfahrten
    • Mitfahrerbänke
    • Rollende Kirche
    • Neues Altenheim mit Tieren und Garten
    • Generationen kommen zusammen
    • Bücherschrank
    • Digitalcafe
    • Dorftreff
    • MehrgenerationenWohngemeinschaften
    • Bienenfreundliche Gemeinde
    • Musik & Tanzen führt zusammen
    • BuchStammtisch
    • Oma/Opa Dienste
    • Gutes Internet
    • Kochen alt + neu
    • Gemeindegarten „Paradies“
    • Finanzierte kirchliche Beratungstellen
    • Leben teilen
    • Tante Emma – Laden mit Plauderkaffee
    • EA begleiten + gute Werbung
    • Sorgende Gemeinschaften
    • Überörtliche Betreuung mit Seelsorger/innen
    • Talentsuche + Ich kann gut für…
    • Abschiede begleiten – Generationenwechsel gestalten

     

  • Es geht nur gemeinsam! Ortserkundung Karlshausen

    Karlshausen- Am 30. Januar 2019 hatten wir eine gelungene Veranstaltung in Karlshausen im Rahmen der Synodenumsetzung erlebt. Vertreter/innen von kirchlichen Gremien und Kommune, zusammen mit dem Bürgermeister und dem Erkundungsteam spazierten durch Karlshausen, befragten Kinder, Jugendliche und Anwohner nach dem Leben in diesem Ort und informierten sich im kommunalen Kindergarten über Familiensituationen an der Grenze zu Luxemburg. Im anschließenden gemeinsamen Gespräch mit MiterkunderInnen der zukünftigen PdZ Neuerburg wurde deutlich, dass Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann.

    Karlshausen ist eines der vielen kleineren Orten in der Eifel. Mit knapp vierhundert Einwohnern ist diese Gemeinde ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die vielen noch kleineren Orten in der Umgebung. Mit einem Kindergarten, einer zweizügigen Grundschule, Geschäften, einer Kirche und einem ehemaligen Pfarrhaus, versuchen Ehrenamtliche in Kirche und Kommune das Gemeinwesen zu gestalten. Die neue Grillhütte, der Tag der Vereine oder Angebot für Kinder- und Jugendliche der Pfarrei zeugen von der Kraft dieses Ortes. In unserem Erkundungsrundgang und im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass Bürgermeister Michael Mayer, mit Vertretern des Gemeindrates, Vertreter der kirchlichen Gremien und Bewohner/innen des Ortes stolz sind auf ihre Gemeinde sind. Im gemeinsamen wahrnehmen und berichten der Aktivitäten, wie auch der Schwierigkeiten im Ort, wurde sehr schnell deutlich, dass die Zukunft nur gemeinsam zu schultern ist.

    Es hat sich vieles verändert in Karlshausen und bestimmt auch in vielen anderen Gemeinden:

    Das Ortsbild, Straßen und Gebäuden haben ihr Aussehen verändert. Arbeitswelt, Berufe und auch Bildungsmöglichkeiten entwickelten sich in der Eifel über die Jahrzehnte weiter. Und damit gehen auch eine andere Lebensweisen, ein anderes kulturelles Leben, eine andere Freizeitgestaltung und ein anderes Vereinsleben einher. Wie können wir weiterhin Heimat schaffen, trotz der veränderten Bedingungen?

    Lösungspunkte dieser Erkundung waren:

    1. Wir wollen als Kirche und Kommune gemeinsam in die Zukunft gehen, weil uns beiden das Gemeinwesen und die hier lebenden Menschen wichtig sind.
    2. Wir wollen die Menschen beteiligen, sie nach ihren Bedürfnissen und Problemen fragen, weil wir sozialräumlich besser verstehen können, wo der „Schuh drückt“.
  • Kindertagesstätten als Orte von Kirche

    Zu einem Austauschtreffen mit den Gesamtleiterinnen der in der KiTa gGmbH Trier, Bereich Bitburg Nord, zusammengeschlossenen KiTas hatte Gesamtleiterin Martina Gorges das Erkunderteam Alt, Hinzmann und Schäfer in die KiTa „Spatzennest“ am 14. November 2018 nach Pronsfeld eingeladen. Das Treffen begann mit einem Info-Block, in dem die Erkunder die Grundlagen, Ziele und Inhalte der Erkundungsphase in den Pfarreien der Zukunft Prüm und Neuerburg darstellten. Die KiTa-Leiterinnen, die teilweise schon erste Erfahrungen als Miterkunderin oder als Teilnehmerin am Fachforum „Familie“ mitbrachten, zeigten sich sehr interessiert an den Informationen und schon bald entwickelte sich ein lebhafter Austausch.In zwei Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit drei Fragen bzw. Themen:
    Welche Themen beschäftigen Familien momentan? - Kita als Ort von Kirche - Ideen für mögliche Erkundungsaktivitäten.
    Die KiTa-Leiterinnen entwickelten viele konkrete Ideen, wie an der Thematik „KiTa als Ort von Kirche“ und „Familien in all ihrer Vielfalt begleiten und unterstützen“ weiter gearbeitet werden soll.

    Am Ende des  Vormittags bedankte sich Martina Gorges bei den drei Erkundern für die gute Unterstützung und die so erarbeiteten Perspektiven, die die Ziele der Synode anschaulich und greifbar machten.

  • 3. Miterkunder/innen-Treffen im Dorfgemeinschaftshaus in Binscheid

    An diesem Abend haben wir uns noch einmal die sozialräumlichen Methoden der Erkundung angeschaut und überlegt, welche Form für welchen Anlass sinnvoll sein könnte. Da kamen wir z.B. auf die Idee mit Jugendgruppen eine Ortsbegehung zu ihren Lieblingsorten zu machen. Auch könnte es sinnvoll sein, Gruppen zusammen zu bringen, die sich gegenseitig erkunden, wie z.B. der Seniorentreff mit der Jugendgruppe. Gegenseitige Fragen im Hinblick auf die Zukunft der Kirche könnten sehr animierend sein. Es wurde auf jeden Fall deutlich, dass die Miterkunder/innen unterschiedliche  Zielgruppen vor Augen haben, denen sie gerne Fragen stellen wollen. Deswegen haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und noch einmal mit den schon gesammelten Fragen, Fragebögen für Familien, Jugendliche und Erwachsene erstellt, die je nach Situation noch einmal angepasst werden können.

    Die Fragen an die Jugendlichen, auf sich die Gruppe geeinigt haben, waren: “Warum lebst du gerne hier?“; Welche Fragen/Themen beschäftigen dich zur Zeit?; Was bedeutet Kirche für dich?; Wie könnte Kirche dich bei deinen Fragen/Themen unterstützen?; Was sollte in 5 Jahren anders sein?

    Fragen an die Familien sind: „Fühlen Sie sich in Ihrem Wohnort heimisch?“; Welche Angebote müsste es in der Kirche geben, damit sie dich interessieren?; An wen wenden Sie sich, wenn Sie Hilfe brauchen?; Welche Themen/Fragen beschäftigen Sie zur Zeit?; Stammen Sie von hier?; Was macht das Leben hier lebenswert?; Was fehlt Ihnen noch hier?; Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?; Wie ist die Kinderversorgung hier?; Was erwarten Sie von der Kirche?

    Fragen an Erwachsene sind: „Kirche – Wozu brauche ich sie?“; Was spricht mich nicht mehr an?; Was vermisse ich?; Wie kann Gemeinschaft gefördert werden?; Dabei würde ich mich einbringen?

    Mit diesen Fragenbögen wollen die Miterkunder/innen in den nächsten Wochen in ihren Gemeinden Menschen befragen. Es macht auch Sinn, dass sich die Miterkunder/innen gegenseitig einladen, weil Einheimische es manchmal eher schwer haben, eigene Leute zu befragen.

    Es ist auch die Idee entstanden, einen Fragebogen im Amtsblatt zu veröffentlichen. Die Möglichkeit wird das Erkundungsteam noch klären.

    Außerdem haben wir als die nächsten Treffen vereinbart, dass wir exemplarisch uns einen Ort herauszusuchen, den wir gemeinsam exemplarisch erkunden. Die Wahl ist auf Karlshausen gefallen. Geplant ist diese Erkundung für den 30. Januar 2018. Ein erstes thematisches Rendezvous „Leben im Alter“ bereitet die AG Soziales des Dekanates St. Willibrord Westeifel für den 20. Februar 2018 vor.

  • 2. Miterkunder/innen-Treffen in Arzfeld

    Formen der Erkundung

    Eine wie Erkunder Roland Hinzmann sagte „riesengroße Gruppe“ fand sich am 19. September 2018 in der ehemaligen Caritas- Sozialstation in Arzfeld zusammen, um sich nach 2 vorausgegangenen Treffen mit konkreten Formen der Erkundung zu beschäftigen. Eingeladen waren neben den Ehrenamtlichen, die bisher an den Treffen teilgenommen hatten, auch die Mitglieder des Pfarreienrates Arzfeld. Nach einem Einstieg und der üblichen Vorstellungsrunde beschäftigten wir uns mit dem Thema der der Sozialraumorientierung. Viele Fragen zur Umsetzung der Erkundung, Zweifel und anregende Diskussionen entstanden bei der Vorstellung der Perspektivwechsel der Synode: Vom Einzelnen her denken, Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen, weite pastorale Räume einrichten und netzwerkartige Kooperationsformen verankern und das synodale Prinzip bistumsweit leben. Viele plädierten jedoch auch dafür, dass man auf jeden Fall das wertschätzen sollte, was bereits in den Gemeinden aktiv gestaltet wird und auch auf das achten soll, was nicht mehr oder nur noch dürftig angenommen wird. Schließlich beschäftigten wir uns mit Formen der Sozialraumerkundung wie zum Beispiel der Expertenbefragung, einer Fragebogenaktion, der Ortserkundung oder aber auch der Bestandserhebung. Weiterhin wurde uns die Idee der thematischen Rendezvous vorgeschlagen, die beispielsweise beim Thema Junge Familien durch Experten in diesem Bereich unterstützt werden können. Jetzt geht es jedoch für jeden Einzelnen an die Arbeit, damit wir uns am Dienstag, dem 30. Oktober 2018, 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Binscheid, gegenseitig erste Ergebnisse unserer Erkundungsversuche vorstellen können.

  • 1. Miterkunder und Miterkunderinnen-Treffen am 14. August 2018

    Die Phase der Erkundung beginnt...

    Am vergangenen Dienstag war es so weit. Das zweite Treffen der Erkunder für die Pfarrei der Zukunft Neuerburg fand statt. Erstaunlich viele Ehrenamtliche hatten sich nach dem ersten Treffen im Euvea Hotel Neuerburg dazu entschlossen, aktiv an der Erkundung in ihrer Pfarrei teilzunehmen und zum zweiten Treffen in das Pfarrhaus Neuerburg zu kommen. Nachdem wir uns die Ergebnisse des Treffens in Neuerburg anschauten und jeder die Möglichkeit hatte die für sich wichtigsten Punkte auf den vielen Stelltafeln zu bestimmen, konnten wir (rund 15 Teilnehmer) nach einer kurzen Vorstellung auch unsere persönlichen Wünsche für die Erkundungsphase in der Gruppen äußern. Schnell tauchten die schon bekannten mit der Synode verbundenen Ängste und Unsicherheiten auf. Weiterhin sprachen auch viele die Interessen der Gruppen an, die noch zu wenig in Kontakt mit der Kirche kommen (Junge Familien/ Jugendliche/ Mittel-Alter). Des Weiteren sammelten wir mögliche Orte der Erkundung und Vorschläge für eine exemplarische Erkundung. Schließlich kam es zu den ersten Versuchen: In Kleingruppen arbeiteten wir an Fragen, die man verschiedenen Personen aller Altersgruppen während unterschiedlichen Veranstaltungen stellen könnte. Für mich galt diese Übung als Startschuss für eine spannende Zeit, in der ich vieles Neues kennenlernen werde und wir vor allem damit beginnen werden Gutes und Wichtiges zu erhalten und das, was nicht mehr benötigt wird, loszulassen. Am 19. September dann geht es in eine dritte Runde und zur ersten Erkundung.

    2. Treffen der Miterkunder/innen ist am 19. September 2018, um 19.00 in der ehemaligen Caritassozialstation in Arzfeld                                                                                                                                                                                                                      Carolin Hostert aus Arzfeld

  • Rendezvous im neuem Raum Neuerburg am 29. Mai 2018 im Tagungshotel euvea in Neuerburg

    Wie wird es mit unserer Kirche weitergehen?

    Über 50 Personen sind gekommen, um sich zu informieren, wie es mit ihrer Kirche im ländlichen Raum weitergehen kann, aber auch darüber, welche Bedeutung in Zukunft noch die die kirchlichen Räte haben werden. Vornehmlich Verantwortliche aus Gremien und katholischen Einrichtungen der Caritas, Kindertagesstätten und Seelsorge haben sich an diesem Abend eingefunden. In einer ersten Stellübung wurde deutlich, dass, in der Fläche gesehen, viele Vertreterinnen und Vertreter gekommen sind. Auch in der Frage der Motivation zeigte sich, dass ihnen die Tradition der Kirche weiterhin wichtig ist, obwohl auch viele zeigen, dass eine Veränderung notwendig ist und sie die Hoffnung haben, dass Kirche vielfältiger werden kann.  Mit diesen Motivationen können die Erkunder Andreas Schäfer und Roland Hinzmann und die Erkunderin Karen Alt gut in den Abend starten. Was Erkundung konkret bedeutet, wurde in Form eines Filmes und einer Power-Point-Präsentation noch einmal erklärt. Das Anliegen bündelte ein Teilnehmer sehr anschaulich in seiner Rückmeldung: Es ist eine herausfordernde und anspruchsvolle Aufgabe, dass Kirche jetzt zu einer hörenden und dienenden Kirche werden möchte, nachdem sie in hunderterlanger Erfahrung oft besser wusste, was für die Menschen richtig ist.  Um ihrer Aufgabe jetzt gerecht zu werden, wieder mehr für die Menschen da zu sein und ihren Nöten und Fragen begleiten zu können, müssen wir hören, wahrnehmen und uns neu in den Dienst stellen lassen.

    Das Erkundungsteam eröffnete nun eine „Fragenausstellung“ und es konnten die Teilnehmer in kleinen Gruppen an Stellwänden ihre Ideen und Gedanken hinterlassen:

    Hier einige Auszüge: Kennen Sie Menschen/Gruppierungen, die Türöffner sein könnten, um verstehen zu lernen, wozu sind wir Kirche? Dort wurde z.B. benannt: Jugendgruppen, Bürgermeister, Vereine, Kindertagesstätten, Jugendpfleger…

    Eine weitere Frage war: Wer könnte eine Schlüsselperson für die Erkundung sein? Dort wurden uns einige engagierte Einzelpersonen benannt, aber auch die Gaststättenbetreiber, Besuchsdienste oder Mitarbeiterinnen der Sozialstationen, u.v.m.

    In der Frage: Was ist Ihrer Meinung in der Erkundung unbedingt zu berücksichtigen wurde deutlich, dass wir unseren bewährten Kräften und Engagierten in den Gremien nicht noch weitere Aufgaben übertragen können. Aber auch zeigte sich, dass wir gerade in den Zeiten der Veränderungen besonders eine Dankkultur entwickeln sollten für die geleistete Arbeit in den Gremien.  Unter der Fragestellung: Was wären Themen, mit denen Sie sich gerne beschäftigen wollen? sind gute Bereiche benannt worden, die in vielen Pfarrgemeinden immer wieder Thema sind: Wie bringe ich jungen Menschen den Glauben näher? Oder „Neue Formen von Gottesdiensten“ oder „eine Hauskirche entwickeln“. Auf die Frage: Welches Thema aus Ihrem Berufsalltag halten Sie für besonders wichtig? wurden die meisten Antworten notiert: z.B. das Thema Gesundheit, erneuerbare Energien, Inklusion, generationsübergreifende Netzwerke, Familien unterstützen, Dorfleben attraktiver gestalten… Darüber wollen die Menschen in der Erkundung nachdenken und Impulse bekommen.

    Mit einer offenen Aussage endete der Rundgang: Das gibt es nur auf dem Land… wurden Charakteristika benannt, die zum Alltag der Menschen dazugehören: Ruhe, schöne Landschaften, Nachbarschaftshilfe, man kennt sich, kommt ins Gespräch, schöne großen Gärten, viel Natur und Freiräume, viele Ehrenamtliche, weite Wege, wenige Ärzte…

    Nach einer Pause endete der Abend mit der Einladung, sich am Erkundungsprozess als Miterkunder oder Miterkunderin zu beteiligen. Die Aufgabe ist es, gemeinsam mit dem Erkundungsteam zu überlegen, welche Orte, Themen und Menschen aus dem Gebiet der Pfarrei der Zukunft Neuerburg näherhin in den Blick genommen werden sollten,. Dazu haben sich einige Interessierte gemeldet, zu denen jederzeit noch neue weitere Interessierte dazu kommen können. Der Termin wird noch abgestimmt und bald unter den Teilnehmern des Abends bekannt gegeben.

Pfarrei der Zukunft Neuerburg

Die Pfarrei der Zukunft Neuerburg wird voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2020 errichtet werden. Unterwegs zur Gründung der neuen Pfarrei ist sie seit Februar 2018 in der Erkundungsphase.

Auch dieser Pfarrei der Zukunft ist ein diözesanes Erkundungsteam zugeordnet. Die Mitglieder des Erkundungsteams wollen mit Ihnen zusammen fragen, hinhören und wahrnehmen, was die Menschen bewegt, die in den Räumen dieser zukünftigen Pfarrei leben und arbeiten.

Wir laden Sie ein, sich immer mal wieder auf dieser Seite umzuschauen; wir wollen auch hier zeigen, wie sich die Erkundung in Ihrer Pfarrei gestaltet. Wir werden hier Termine veröffentlichen, von Erfahrungen berichten und Texte zur weiteren Arbeit bereitstellen….

Wenn Sie Interesse haben, bei der Erkundung in Ihrer Pfarrei der Zukunft mitzumachen, dann nehmen Sie doch bitte Kontakt mit uns auf (Adresse unten rechts).Wir freuen uns auf vielfältige Erfahrungen bei unserer gemeinsamen Erkundung, auf neue Ideen und Inspirationen – auch für die Zukunft der Kirche hier in Ihrer Gegend!

Das "Erkundungsteam"

Karen Alt

Roland Hinzmann

Andreas Schäfer

Die "Pfarrei der Zukunft Neuerburg"

Hier leben (Stand: August 2017) 13.806 Katholiken auf einer Fläche von 454 km² - und zwar im Gebiet der Verbandsgemeinden Arzfeld (teilweise), Bitburger Land (nur Enzen), Prüm (nur Heckhuscheid) und Südeifel (teilweise).

 Karte als PDF - Bistumsatlas interaktiv